Der EFT Gottesdienst im Lockdown

Hoffnung sucht Gesellschaft

Keine Präsenz-Veranstaltungen im Lockdown in der Torstraße, aber stark online

Liebe Gemeinde und Freunde der EFT

Wir hatten Euch Mitte Dezember geschrieben, wie wir als EFT der aktuellen Coronalage begegnen wollen. (Ihr findet diesen Text weiter unten).
In den letzten Tagen wurden die Vorgaben in Hamburg bis Mitte Februar verlängert. Als Gemeindeleitung sehen wir die Notwendigkeit, das im Dezember Geschriebene auch für diese Tage anzuwenden. Uns tut das von Herzen leid und wünschen uns Anderes, dennoch sehen wir für die nächsten Wochen im Moment keinen anderen Weg für uns als EFT.

Wie sieht es momentan in der EFT aus?

An jedem Sonntag werden wir einen Gottesdienst der EFT senden.

Wir laden Euch ein, ihn in Euren Häusern zu erleben. Den Link senden wir im Newsletter, ihr findet den Gottesdienst ab Sonntag 10.30 Uhr auch in der EFT Mediathek auf der Website. Wer möchte, kann auch einen USB Stick der Gottesdienste erhalten.

Alle zwei Wochen sendet die Kinderkirche jeweils eine neue Onlinefolge.

Demnächst werden wir alle Senioren zu einem gemeinsamen telefonischen Treffen einladen.

Wenn Hauskreise Unterstützung benötigen, sich online zu verabreden, meldet Euch bitte. Das ist nicht ganz so schön, wie gemeinsam in einem Raum zu sein, aber viel besser, als sich gar nicht zu begegnen.

Es sind seltsame Zeiten. Gerade hier ist die Jahreslosung 2021 so wichtig. „Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist.“ So ist Gott, das hilft in diesen so wenig eindeutigen Tagen.

Im Namen der Gemeindeleitung
Jürgen Oppenheim


Nach der ersten Information der letzten Tage, möchten wir Euch hier unsere Sicht auf die aktuelle Lage kurz darlegen.

Angesichts der dramatischen Corona-Lage und des bundesweiten Lockdowns auch über Weihnachten fragen sich viele Kirchen, in welcher Form sie ihre Weihnachtsgottesdienste feiern können. Wie können wir als Gemeinde auf diese aktuellen Umstände angemessen reagieren?

So kamen wir in der Gemeindeleitung schweren Herzens zu dem Beschluss, ab dem 4. Advent bis zum 17.1. Gottesdienste ausschließlich online zu feiern. In dieser Zeit wird das Gemeindehaus zudem für Hauskreise und Gruppen nicht zur Verfügung stehen. Diesbezüglich gibt es auch eine Empfehlung der „Vereinigung Evangelischer Freikirchen e.V.“ (VEF) und Anregungen des Corona-Arbeitskreises unseres Gemeindebundes (FBGG).

Hintergrund:
Jeden Tag steigen die Infektionszahlen bundesweit. Auch in unserem persönlichen Umfeld gibt es Menschen, die an Corona erkrankt sind. Die Zahl der täglichen Toten ist in diesem Zusammenhang völlig inakzeptabel. Jede Woche stirbt ein kleines Dorf. Ärztliches Personal, Pflegerinnen und Pfleger arbeiten über ihre Kräfte. Ausgerechnet jetzt in der Weihnachtszeit können wir die Kontrolle über das Infektionsgeschehen tatsächlich nur dann wieder erlangen, wenn soziale Kontakte von allen Bundesbürgern deutlich reduziert werden. Wir als Gemeinden sorgen dabei Woche für Woche für Begegnungen von Menschen, wenn auch mit einem guten Hygienekonzept. Jeder Gottesdienstbesuch bringt uns in Begegnung und erzeugt Kontakte. Kontakte, die wir wie alle Menschen brauchen. Spürbare Gemeinschaft, die uns trägt, und gleichzeitig aber auch dem Virus eine Chance zur Verbreitung gibt.

Wir mussten in der Gemeindeleitung also abwägen zwischen dem seelsorgerlichen Auftrag, Glauben durch die präsente Gemeinschaft im Gottesdienst zu stärken, und anderseits dem gesellschaftlichen Auftrag, in Nächstenliebe und Verantwortung in der Gesellschaft zu leben. Bemerkenswert ist, dass die Politik dieses Mal die Verantwortung für Gottesdienste in den Händen von Kirchen und Gemeinden gelassen und bisher Gottesdienste nicht verboten hat, obwohl die Lage um ein Vielfaches dramatischer und dringlicher ist als an Ostern, als Gottesdienste verboten wurden. Jede Kirche muss also ihren eigenen zu respektierendem Umgang damit finden. Andere Gemeinden mögen anders entscheiden als wir.

Als Gemeindeleitung sehen wir es so, dass wir uns in dieser Zeit freiwillig einschränken und uns nicht versammeln sollten. Ein verantwortliches Signal der Solidarität können wir geben: Wir dürften zwar Gottesdienste haben, aber wir nehmen Rücksicht, nicht aus Zwang, sondern aus freien Stücken. Die Religionsfreiheit wird gewahrt und wir leben sie als Freiheit zum Verzicht.

Der Glaube an Christus ist „lockdownsicher“. Wir sind nicht von Handlungen, Orten, Tagen oder bestimmten Menschen abhängig. Wir haben Ostern still gefeiert. Wir werden Weihnachten dieses Jahr stiller feiern als sonst.

Die Botschaft von Gott, der in Jesus Menschen wird, sich eins macht, still und zuerst fast heimlich in diese Welt kommt, um mit seinen geliebten und verunsicherten Menschen zu leben, wird dadurch nicht weniger herausfordernd oder lebensverändernd. Diese Entscheidung wird diskutiert werden, selbstverständlich, und das soll es auch. Einerseits unter uns, aber auch mit denen, die diesen liebevollen Gott selbst nicht kennen, und die ihn kennen lernen können, und zwar durch unsere online Übertragungen oder durch das Gespräch mit uns.
Bitte nutzt diese Zeit, um sie in Beziehungen zu Jesus und zu anderen Menschen zu investieren.

In Jesus verbunden,
Eure Gemeindeleitung